Sabtu, 10 Juli 2010

"Es sollte nicht sein"


Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:

"Enttäuscht" und "verärgert" waren die deutschen Spieler nach dem Aus gegen Spanien. Die Überlegenheit des Gegners erkannten sie an - und bekamen viel Lob von den Verantwortlichen und der Presse.


Stimmen vom Spielfeldrand:


Bundestrainer Joachim Löw: "Kompliment an die Spanier. Ich glaube, dass sie Weltmeister werden, sie sind in den vergangenen zwei, drei Jahren die Besten gewesen. Sie sind spielerisch so gut, sie haben uns an die Grenzen gebracht. Die Spanier lassen den Ball so laufen, dass man häufig hinterher rennt. Wir kamen nicht zu den nötigen Ballgewinnen und haben viel Kraft gebraucht."


Spaniens Trainer Vicente Del Bosque: "Ich möchte keine Namen nennen, aber einige Spieler haben heute eine außergewöhnliche Arbeit geleistet. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Wir haben noch ein Spiel vor uns, aber derzeit fühlen wir uns mit dem Ball und physisch unglaublich wohl. Das niederländische Team hat bei dieser WM die Werte des holländischen Fußballs sehr gut präsentiert. Es wird ein schweres Spiel."


Philipp Lahm: "Die Enttäuschung ist sehr groß. Wir haben uns viel vorgenommen, es ist uns nicht gelungen. Auf das Spiel um Platz drei habe ich heute überhaupt keine Lust."


Bildunterschrift: Eine Generation mit Zukunft: Leitwolf Bastian Schweinsteiger kann diese Elf noch weit führen


Bastian Schweinsteiger: "Man ist verärgert, wenn man kurz vor dem Finale steht und dann nicht so spielt, wie man es eigentlich vorhatte. Wir sind oft dem Ball hinterher gelaufen. Spanien hat das beste Team der Welt, das hat man heute gesehen."


Manuel Neuer: "In diesem Moment ist die Enttäuschung sehr groß. Wir wissen aber, dass wir ein gutes Turnier gespielt haben. Wir haben zu wenig nach vorne gemacht, uns zu wenige Chancen erarbeitet. Uns hat vielleicht ein bisschen der Mut gefehlt. Wir haben in fast jedem Spiel in der ersten Halbzeit Tore gemacht, dadurch stieg unser Selbstbewusstsein. Das war heute anders."


Marcell Jansen: "Spanien war heute besser. Wir hätten noch etwas mutiger spielen können, auch in der letzten Viertelstunde. Da waren sie wohl etwas platt. Jetzt können wir das Turnier noch vernünftig beenden."


Miroslav Klose: "Wir haben uns zu wenig zugetraut. Ich bin natürlich enttäuscht. Alle hatten gehofft, dass wir ins Finale kommen, das ist uns nicht gelungen. Wir waren viel zu viel mit der Defensive beschäftigt."


David Villa: "Die Seleccion hat heute ihr bestes Spiel des Turniers gezeigt. In den wichtigen Momenten kann sich diese Mannschaft immer noch steigern. In unserer Geschichte hat es das noch nicht gegeben, dass wir in ein WM-Finale einziehen. Wir haben einfach eine tolle Gruppe, die schon bei der EM hervorragende Arbeit geleistet hat. Jetzt wollen wir noch mehr."


Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Trauer: Viele Fans hatten vom WM-Finale geträumt

DFB-Präsident Theo Zwanziger: "Ich denke, die Mannschaft hat das gegen einen starken Gegner gegeben, was möglich ist. Die Spanier haben klasse Spieler. Sie waren heute die bessere Mannschaft. Den Ausfall von Thomas Müller hat man heute gemerkt. Aber es ist eine tolle WM. Ich bin traurig für die Mannschaft, aber nicht enttäuscht. Wir sind mit einer ganz jungen Truppe unter den besten vier Mannschaften der Welt. Ihr gehört die Zukunft. Die Spanier sind schon vier Jahre weiter."


Teammanager Oliver Bierhoff: "Es sollte nicht sein. Die Mannschaft hat uns viel Freude gemacht, aber heute war Spanien die bessere Mannschaft. Das Fazit für das Turnier ist dennoch positiv, es steckt unheimlich viel Potenzial in der Mannschaft. Sie hat begeisternden Fußball gespielt."


Ex-Nationalspieler Günter Netzer: "Spanien war die eindeutig bessere Mannschaft, in fast allen Belangen. Wir waren zu passiv, haben viele Bälle verloren und Spanien war technisch besser."


Pressestimmen aus Deutschland:



Bild Zeitung: "Es ist aus! Der Traum vom WM-Titel ist vorbei. Ganz Deutschland ist jetzt traurig. Auf den Fan-Festen im ganzen Land rollen die Tränen. Aber, so hart das ist: Diese Niederlage ist verdient. Und am Samstag gegen Uruguay können wir zumindest noch WM-Dritter werden."




Bildunterschrift: Schon weltmeisterlich: David Villa, Carles Puyol, und Iker Casillas jubeln.


Die Tageszeitung: "Die deutsche Maschine war abgestorben. Die Musik wurde ganz leise. Aus einer fußballerischen Symphonie wurde ein Krampfspiel und die Deutschen mussten einsehen, dass gegen eine Mannschaft wie Spanien nichts zu erzwingen ist. Die hohen Bälle in den Strafraum, die am Ende auch Mario Gomez, der für Sami Khedira ins Spiel gekommen war, bedeuteten keine Gefahr. Und die Deutschen mussten einsehen, dass es eben nur beinahe gereicht hat in Duell der Finalisten um den Europameistertitel 2008. Doch sie können mitspielen. Diese Erkenntnis werden sie mitnehmen aus dem Turnier. Viel Spaß sei ihr gewünscht beim WM-Abschiedsspiel gegen Uruguay!"


Süddeutsche Zeitung: "Wie demütig die Deutschen ihr Spiel anlegten, zeigt die Tatsache, dass sie lange fast körperlos spielten. Nun ist es nicht ganz einfach, das schnelle Spiel der Spanier mit Härten oder gar Fouls zu unterbrechen, es ist aber nicht unmöglich. Paraguay hatte im Viertelfinale vorgemacht, wie man die Passwirbel durch hartes, aber nicht unfaires Spiel oft unterbindet. Die Deutschen hingegen gerieten immer stärker unter Druck, sie waren immer wieder damit beschäftigt, die Kugel per Befreiungsschlag aus der Gefahrenzone zu befördern. Ihre bisher große Stärke im Turnier, das Umschalten von Abwehr auf Angriff, kam daher kaum zum Vorschein."

Kampf um Platz drei


Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Jetzt hoffen wir auf Platz drei

Nach der Halbfinal-Niederlage gegen Spanien trifft die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Samstag (10.07.2010) im Spiel um Platz drei auf Uruguay. Nur der Sieg zählt.


Die Enttäuschung über das verpasste Finale ist zwar längst noch nicht verflogen, die Konzentration der Mannschaft um Bundestrainer Joachim Löw gilt nun aber ganz dem Spiel um Platz drei gegen Uruguay. Mit einem Sieg würde das Team den dritten Platz der Heim-WM 2006 wiederholen. Die Deutschen stehen damit übrigens zum fünften Mal und damit so oft wie kein anderes Land in einem "kleinen" WM-Finale. "Ich hoffe nur, dass wir am Samstag das Spiel gewinnen und dass wir als Dritter heimfahren", sagt Franz Beckenbauer, Teamchef der letzten deutschen Weltmeistermannschaft von 1990. "Ich denke, dann wird der Mannschaft unser Land zu Füßen liegen."

Bildunterschrift: Thomas Müller will den Erfolg

Es steht ohnehin mehr auf dem Spiel, als nur Platz drei. Miroslav Klose und Thomas Müller haben durchaus noch Chancen auf die Torjägerkrone. Die beiden Bayern-Profis liegen mit bislang vier Treffern nur ein Tor schlechter als der Spanier David Villa und der Niederländer Wesley Sneijder. Für Müller wäre dieser Titel "ein Preis für die Ewigkeit, auch für mich persönlich. Ich denke, so eine Trophäe haben nicht viele im Schrank." Obendrein gilt Shootingstar Müller als Kandidat für die Auszeichnung als bester Junior-Spieler der Fußball-WM in Südafrika. Eine gute Leistung im letzten Spiel könnte die entscheidenden Punkte bringen.

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Mit einem Sieg die WM beschließen: Teammanager Oliver Bierhoff und Kapitän Philipp Lahm


Im übrigen möchte das Team mit einem Erfolgserlebnis die Heimreise antreten. "Es gibt auch für den dritten Platz noch eine Medaille", betont Teammanager Oliver Bierhoff, "auch das ist noch eine schöne Erinnerung." Zumal es einfach gut sei, "die positive Erinnerung an das letzte Spiel zu haben." Die Statistik spricht auf jeden Fall für das deutsche Team. Neun Länderspiele gab es zwischen Deutschland und Uruguay, nur einmal, bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam, mussten die Deutschen mit 1:4 eine Niederlage hinnehmen.

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Einsatz ist noch

fraglich: Torjäger Miroslav Klose

Mannschaftskapitän Philipp Lahm hätte zwar lieber am Sonntag (11.07.2010) in Johannesburg um den WM-Titel gekämpft. Aber "wir haben vor vier Jahren gesehen, wie schön auch ein Spiel um Platz drei sein kann", freut sich der Abwehrspieler auf das Spiel gegen Uruguay. Ein kleines Fragezeichen steht übrigens noch hinter dem Einsatz von Lahm und Lukas Podolski, die ebenso wie Bundestrainer Joachim Löw leichte Erkältungssymptome zeigen. Und Miroslav Klose hat seine Rückenprobleme auch noch nicht vollständig auskuriert. Vielleicht gibt das ja den Spielern eine Einsatzchance, die bei dieser WM noch nicht im Aufgebot standen.

Senin, 05 Juli 2010

Regierung plant geringere Neuverschuldung

BILD DEUTSCHLAND-Date 05 July 2010


Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Der Bund rechnet mit einer geringeren Neuverschuldung

Nach Rekordschulden in diesem Jahr will Finanzminister Schäuble bis 2014 mit deutlich weniger Krediten auskommen als bisher geplant. Dabei hilft ihm die anspringende Konjunktur, die die Steuerquelle sprudeln lässt.

Für das nächste Jahr rechnet die Bundesregierung in ihrem Haushaltsentwurf mit einer Neuverschuldung von 57,5 Milliarden Euro. Das sind fast 20 Milliarden weniger als ursprünglich geplant. Dies geht aus einem in Berlin veröffentlichten Entwurf für den Bundeshaushalt 2011 und den Finanzplan für die nächsten vier Jahre hervor, die Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Mittwoch (07.07.2010) dem Bundeskabinett zum Beschluss vorlegen will.

Rekordneuverschuldung trotz geringerer Kreditaufnahme

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Finanzminister Schäuble plant einen strikten Sparkurs

Mit dem Zahlenwerk setzt die Regierung die Vorgaben der neuen Schuldenbremse im Grundgesetz um. Danach muss der Bund sein Defizit spätestens bis 2016 auf 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) drücken, also unter die Marke von zehn Milliarden Euro. Mit den Sparanstrengungen sollen außerdem die Zusagen an die EU-Kommission und die G20-Staaten zum Abbau der Defizite nach der Wirtschaftskrise eingehalten werden.

Dem Etat-Entwurf zufolge muss Schäuble bereits im laufenden Jahr deutlich weniger frische Kredite aufnehmen als befürchtet. Die Neuverschuldung beträgt nach aktualisierten Schätzungen 65,2 Milliarden Euro. Das sind 15 Milliarden weniger als die bislang veranschlagten 80,2 Milliarden Euro. Dies ist aber immer noch ein einsamer Höchststand in der Nachkriegsgeschichte.

Steuerquelle sprudelt kräftiger

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Das Plus an Steuereinnahmen mindert das hohe Defizit

Wichtigste Ursachen für die Verbesserung der Finanzlage des Bundes sind die Aufhellung der konjunkturellen Lage und die Entspannung am Arbeitsmarkt. Das bringt dem Staat ein unerwartetes Plus an Steuereinnahmen.

Bis zum Jahr 2014 soll die Neuverschuldung auf 24,1 Milliarden Euro gedrückt und damit weit mehr als halbiert werden - gemessen an der für dieses Jahr erwarteten Nettokreditaufnahme von 65,2 Milliarden Euro.

Weniger Geld in fast allen Ressorts

Laut Haushaltsplan müssen im nächsten Jahr fast alle Ressorts mit weniger Geld auskommen. Höhere Ausgaben sind auf dem Papier nur im Verteidigungsministerium und beim Umweltministerium geplant. Die größten Einsparungen muss Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hinnehmen. Sie soll laut Etatentwurf 7,9 Prozent weniger Geld für ihr Ressort erhalten.

Das Sparpaket der Bundesregierung sieht unter anderem vor, dass bisherige Pflichtleistungen der Bundesagentur für Arbeit in Ermessensleistungen umgewandelt werden. Für Empfänger von Hartz-IV-Leistungen will der Staat zudem künftig keine Beiträge mehr zur Rentenversicherung zahlen. Die Pläne waren von Opposition, Gewerkschaften und Sozialverbänden heftig kritisiert worden.

Kein Rauch mehr, nirgends

BILD DEUTSCHLAND-Date 05 July 2010


Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Es hat sich bald "ausgequalmt" im Freistaat Bayern

In Bayern gilt künftig das schärfste Rauchverbot Deutschlands - das haben die Bürger des Freistaats so entschieden. Jetzt kommen die anderen Bundesländer und der Bund unter Druck: Muss eine einheitliche Regelung her?


Nach dem Volksentscheid für ein striktes Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie fordern die Initiatoren nun ein bundesweites Verbot. "Das Volk hat in Bayern so eindeutig gesprochen, dass es auch deutschlandweit so sprechen würde", erklärte der Sprecher des Aktionsbündnisses Nichtraucherschutz, Sebastian Frankenberger, am Montag (05.07.2010) in München.

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Freut sich: Sebastian Frankenberger

Er hoffe deshalb auf die Bundespolitik - diese könne den Nichtraucherschutz "sehr einfach" über den Arbeitsschutz regeln und damit auch in anderen Bundesländern für ein ausnahmsloses Rauchverbot in der Gastronomie sorgen.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zeigte sich nach dem Bürgervotum "hochzufrieden". Das Thema sei nach fünf Jahren Hin und Her "sauber befriedet" worden, sagte Seehofer der "Süddeutschen Zeitung". Beim Vollzug des neuen Gesetzes erwarte er keine größeren Probleme.

61 zu 39!


Bei dem Volksentscheid vom Sonntag hatten 61 Prozent der Wähler dafür gestimmt, das Rauchen in Gaststätten, Kneipen und Bierzelten ausnahmslos zu verbieten. Das Gesetz tritt am 1. August in Kraft. Damit darf in Bayern demnächst auch in Bierzelten nicht geraucht werden. Für das traditionsreiche Oktoberfest gilt in diesem Jahr, in dem es zum 200. Mal stattfindet, noch eine Ausnahmeregelung. Ab 2011 darf dann aber auch auf der "Wiesn" nicht mehr gequalmt werden.


Nur 39 Prozent stimmten für die bisherige Regelung, die etwa in Eckkneipen, gesonderten Raucherräumen in der Gastronomie oder in Bierzelten das Rauchen erlaubt. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,7 Prozent der rund 9,4 Millionen Stimmberechtigten.


Anlehnung an früheres CSU-Gesetz


Der Volksentscheid geht auf eine Initiative der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) zurück und wurde von SPD und Grünen unterstützt. Die CSU gab keine Wahlempfehlung ab, ihr Koalitionspartner FDP war gegen den Gesetzentwurf.


Die ÖDP hatte den dem Volksentscheid zugrunde liegenden Entwurf an das Nichtraucherschutzgesetz angelehnt, das die damals noch alleine regierende CSU im Jahr 2007 erlassen hatte. Anders als darin festgelegt gibt es aber nach dem nun beschlossenen Gesetz nicht mehr das Schlupfloch, in Raucherclubs mit eingetragenen Mitgliedern das Rauchen zu erlauben.


Nach dem Verlust der absoluten Mehrheit bei der Landtagswahl 2008 hatte die CSU in ihrer Koalition mit der FDP dieses strenge Nichtraucherschutzgesetz wieder kassiert.


Kommt die Pleitewelle?


Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Selbst auf dem Oktoberfest ist das Rauchen nur noch in diesem Jahr erlaubt

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erwartet nach dem Volksentscheid Umsatzeinbußen von bis zu 30 Prozent in der bayerischen Gastronomie. "Das wird für manche Betriebe zu einer schweren Belastung werden und zu Insolvenzen führen", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. "Wir hätten uns auch mit Blick auf die Signalwirkung des Entscheids für andere Bundesländer eine Lösung mit mehr Augenmaß gewünscht." Immerhin seien fast 90 Prozent der Betriebe in Bayern bereits rauchfrei.

Lieber Weltmeister als Rekordtorschütze

BILD DEUTSCHLAND-Date 04 Juli 2010

Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Miroslav Klose: Der Älteste unter den jungen Wilden

Die Fußball-Welt ist begeistert vom deutschen Offensivfußball. Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Mesut Özil und Lukas Podolski wirbeln die Abwehrreihen ihrer Gegner durcheinander und vorne trifft: Miroslav Klose.


Alle reden von den jungen Wilden. Doch der älteste Feldspieler im deutschen WM-Kader gehört genauso zu den Erfolgsgaranten. Torjäger Miroslav Klose hat bei dieser WM schon vier Tore erzielt, gleich zwei im Viertelfinale gegen Argentinien. Umso schöner, weil es das Jubiläumsspiel des 32-Jährigen war: Zum 100. Mal trug er das Nationaltrikot, 52 Mal hat er dabei bereits getroffen. "Ich verändere mich nicht. Das ist eine große Stärke von mir", sagt Klose. "Wenn es positiv läuft, freue ich mich natürlich. Aber ich arbeite genauso hart und akribisch, wenn es nicht so gut läuft."

Der Salto ist zurück

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Miro's Markenzeichen: Der Salto nach seinem Treffer

Wie in der vergangenen Saison, als er beim deutschen Meister und Pokalsieger Bayern München häufig auf der Ersatzbank Platz nehmen musste und ihm in der Bundesliga nur drei Tore gelangen. Dennoch vertraute Bundestrainer Joachim Löw auf Klose, der übrigens 1978 in Polen als Sohn eines deutschstämmigen Fußballers und einer polnischen Handballnationalspielerin geboren wurde und im Alter von acht Jahren nach Deutschland kam. "Klose hat überragende Qualitäten, daran habe ich nie gezweifelt", lobt Löw seinen Angreifer. Im Kreise der Nationalmannschaftskollegen fand Klose zu alter Stärke und Torgefährlichkeit zurück. Und auch das Selbstbewusstsein ist wieder da. Nach seinem zweiten Treffer gegen Argentinien schlug Klose auf dem Rasen sogar einen Salto - "weil sich das auf meiner Homepage viele gewünscht haben".

Notfalls auch Euphoriebremse

Klose ist mit seinen 32 Jahren fast so etwas wie der Methusalem in der deutschen Mannschaft. Nur einer im Kader ist älter als der Stürmer: Jörg Butt, die Nummer drei unter den deutschen Torhütern. Dennoch muss Klose nach eigenen Worten nicht dafür sorgen, dass die jungen Mitspieler nach den beiden tollen Spielen gegen England und Argentinien abheben. "Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass wir in Euphorie ausbrechen. Das wird auch jetzt nicht so sein. Und wenn doch, werden wir sicher dazwischen gehen."

Bildunterschrift: Methusalem Miro - Der Stürmer stellt seine Erfahrung voll und ganz in den Dienst der Mannschaft

"Wir sind besser als 2008"

Jetzt warten auf die deutschen Spieler die Europameister aus Spanien: Superstars wie Xavi, Andres Iniesta, David Villa oder Fernado Torres. Auch für Miroslav Klose bietet sich damit die Gelegenheit, Revanche für die 0:1-Niederlage im Finale der EM 2008 zu nehmen. Der Torjäger stand damals in der deutschen Elf - genauso wie seine aktuellen Teamkollegen Arne Friedrich, Per Mertesacker, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski. Spanien verfüge immer noch über eine hervorragende Mannschaft, sagt Klose. "Aber wir sind besser als 2008. Und das wollen wir in diesem Spiel auch zeigen." Trifft Klose auch im Halbfinale, würde er mit dann 15 Treffern den WM-Torrekord des Spaniers Ronaldo einstellen. "Wenn ich es mir aussuchen könnte", meint Miroslav Klose lakonisch, "wäre ich lieber Weltmeister als Rekordtorschütze." Vielleicht schafft er ja auch Beides.

Deutschland demütigt Argentinien

BILD Deutschland-Date 3 July 2010

Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:

Deutschland steht im Halbfinale, Argentinien ist raus. Im Klassiker setzte sich die DFB-Auswahl in Kapstadt souverän mit 4:0 durch und trifft nun auf Europameister Spanien. Das Spiel um Platz drei ist bereits sicher.


Die deutsche Nationalmannschaft steht bei der WM in Südafrika im Halbfinale gegen Spanien. Beim hochverdienten 4:0 (1:0)-Sieg gegen Argentinien erzielten Thomas Müller (3. Minute), Miroslav Klose (68./89.) und Arne Friedrich (74.) vor 65.000 Zuschauern in Kapstadt die Tore für den dreimaligen Weltmeister. Am Mittwoch (07.06.2010) trifft das Team von Bundestrainer Joachim Löw auf den Sieger des Spiels zwischen Paraguay und Spanien. In Durban wird Müller, der gegen Argentinien seine zweite Gelbe Karte im Turnier sah, allerdings gesperrt fehlen. "Ich hoffe, dass meine Kollegen im Halbfinale alles richtig machen, dann kann ich vielleicht im Finale wieder ein Tor machen", meinte Müller nach dem Gala-Auftritt gegen den Mitfavoriten aus Südamerika. "Es ist Wahnsinn, was hier abgelaufen ist. Wenn man Argentinien mit 4:0 vom Platz fegt, dann muss man erstmal nach Worten suchen." Bundestrainer Löw war voll des Lobes: "Jetzt sind wir unter den besten Vier der Welt, aber da gehört diese Mannschaft auch hin", sagte Löw nach dem höchsten deutschen Sieg in einem WM-Viertelfinale seit 1966 (4:0 gegen Uruguay).

Blitzstart dank Müller


Bildunterschrift: Was für ein Auftakt: Müller macht das 1:0 schon nach drei Minuten und erzielte sein viertes WM-Tor

Die deutsche Mannschaft erwischte einen Blitzstart. Podolski wollte früh auf der linken Seite durchgehen und wurde gefoult. Den Freistoss von Bastian Schweinsteiger köpfte Thomas Müller in der 3. Minute aus sechs Metern zum umjubelten 1:0 ein. Es war bereits der vierte Treffer des Nachwuchsstars von Bayern München. Auch danach drückte die junge deutsche Elf vehement auf das argentinische Tor. Die DFB-Auswahl wirkte selbstbewusst, zielstrebig und ballsicher. Die Argentinier hingegen schienen überrascht von der starken deutschen Offensive und auch geschockt vom frühen Rückstand. Die Südamerikaner wussten sich zunächst auch nur durch Fouls zu helfen. Nicolas Otamendi sah bereits in der 11. Minute die Gelbe Karte, nachdem er Arne Friedrich zu Fall gebracht hatte.


Nach 20 Minuten wurde die Mannschaft von Trainer Diego Maradona stärker, ohne allerdings gefährlich zu werden. Die deutsche Abwehrreihe stand sicher. Erst in der 22. Minute musste Torhüter Manuel Neuer erstmals eingreifen, als er sich den Ball vor Carlos Tevez angelte. Nur zwei Minuten später hatte Miroslav Klose die große Chance zum 2:0. Nach schöner Vorarbeit von Müller schoss er in seinem 100. Länderspiel freistehend aus elf Metern über das Tor. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw ließ nun auch weiterhin den Ball laufen, die Argentinier scahuten respektvoll zu und standen viel zu weit vom Gegner entfernt. Dennoch hatten die Gauchos jetzt mehr Ballbesitz. Die DFB-Auswahl lauerte auf Konter.


Friedrich mit seinem ersten Länderspieltor


Bildunterschrift: Friedrich schießt sein erstes Tor für die Nationalelf und sorgt für die Vorentscheidung

In der 31. Minute dann doch die erste kritische Szene für Deutschland. Freistoß von Lionel Messi aus 28 Metern aus halbrechter Position: Doch der Superstar des FC Barcelona schoss den Ball hoch über das Tor. Jetzt drückte Argentinien stärker auf den Ausgleich. In der 35. Minute prüfte Stürmer Gonzalo Higuain Torhüter Neuer. Kurz darauf hatte Müller großes Pech: Er stoppte einen Ball mit der Brust, Schiedsrichter Rawschan Irmatow aus Usbekistan erkannte auf Handspiel und gab dem besten deutschen Spieler die Gelbe Karte. Es war bereits seine zweite Verwarnung im Turnier. Müller ist damit für das Halbfinale gesperrt. Den fälligen Freistoß schoss Messi in die Mauer, anschließend traf er ins deutsche Tor, stand aber glücklicherweise im Abseits.


Nach 39 Minuten endlich wieder eine Chance für das deutsche Team. Ein Weitschuss von Podolski verfehlte das Tor nur knapp. Das Spiel wurde nun offener. Argentinien drückte, Deutschland konterte. Müller vergab in der 44. Minute eine Chance aus 18 Metern. Auch Messi kam noch einmal zu einem Distanzschuss, der jedoch weit über das deutsche Tor ging. Zur Pause war es eine verdiente Führung für Deutschland, doch durfte sich der dreimalige Weltmeister nicht zu sehr in die Defensive drängen lassen.


Kloses Doppelpack


Bildunterschrift: Doppeltorschütze Klose: Die einzige deutsche Spitze hat bereits vier WM-Tore auf ihrem Konto


Wie erwartet startete Argentinien stürmisch in die 2. Halbzeit. Angel Di Maria verfehlte unmittelbar nach dem Anpfiff das deutsche Tor nur knapp mit einem Schuss aus großer Distanz. In der 54. Minute schoss Tevez Per Mertesacker aus kurzer Distanz an, der Ball ging zur Ecke. Die deutsche Abwehr wackelte erstmals, das Mittelfeld um Mesut Özil und Schweinsteiger verlor zu schnell den Ball. Unsicherheiten machten sich bemerkbar. Erst in der 58. Minute wieder eine deutsche Chance: Torhüter Sergio Romero rettete mit Faustabwehr vor Klose nach einer Flanke von Podolski. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch. Erst klärte Lahm vor Higuain, dann die Vorentscheidung: Klose staubte in der 68. Minute aus kurzer Distanz ab. Müller und Podolski hatten für die Vorarbeit gesorgt. Ein Tor zur rechen Zeit, hatten doch die Argentinier nun sicher kombiniert und die deutsche Mannschaft in Verlegenheit gebracht.


Deutsche Wechselspiele


Bildunterschrift: Deutscher Jubel nach dem unerwartet klaren 4:0 gegen Argentinien


In der 72. Minute der erste Wechsel auf deutscher Seite: Außenverteidiger Jerome Boateng, der eine gute Leistung geboten hatte, musste verletzt ausscheiden. Für ihn kam sein Hamburger Vereinskollege Marcell Jansen. Dann die endgültige Entscheidung: der überragende Schweinsteiger umdribbelte die halbe argentinische Abwehr und legte den Ball auf Arne Friedrich, der mit seinem ersten Länderspieltor das 3:0 machte. "Wir sind stark genug, noch einen Schritt weiter zu machen, sagte Bastian Schweinsteiger, der zu zwei Treffern die Vorarbeit geleistet hatte, voller Selbstbewusstsein. Das Spiel war gelaufen, die Argentinier stellten ihre Angriffsbemühungen ein. Nun wechselte Löw auch noch den Stuttgarter Sami Khedira gegen Toni Kroos aus, eine Vorsichtsmaßnahme, Khedira war gelb vorbelastet. In der 84. Minute kam dann auch noch Piotr Trochowski für den glänzenden Müller, der bei der Auswechselung wegen seines Fehlens im Halbfinale unglücklich wirkte. In der 89. Minute hatte Klose einen weiteren großen Auftritt. Er erzielte das 4:0, es war sein 52. Länderspieltor, sein viertes bei dieser WM. "Wie wir als Mannschaft erneut dagegen gehalten haben, so wie schon gegen England, da muss ich sagen: Respekt. Ich bin stolz auf die Mannschaft und auch auf die Mannschaft dahinter - alle im Kader sind sensationell. Ich bin froh, dass wir jetzt das erreicht haben, was wir uns vorher vorgenommen hatten. Alles andere ist Zubrot. Für Argentiniens Trainer Maradona war es "die härteste Niederlage meines Lebens. Das war ein Tiefschlag. Der Traum ist zu Ende. Uns hat es an Kreativität gefehlt. Ich weiß nicht, was morgen mit mir passiert. Aber ich möchte, dass der argentinische Fußball wieder zur vollen Blüte gelangt."


Startelf wie gegen England


Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Die deutsche Startelf gegen Argentinien
Löw konnte gegen die Gauchos dieselbe Anfangsformation ins Rennen schicken wie beim 4:1 im Achtelfinale gegen England. In der Abwehr vor Torwart Manuel Neuer spielten in der Viererkette Kapitän Philipp Lahm, Per Mertesacker, Arne Friedrich und Jerome Boateng. Die sogenannte Doppelsechs bildeten Bastian Schweinsteiger und Sami Khedria. Davor agierten Thomas Müller, Mesut Özil und Lukas Podolski. Einzige Sturmspitze war Miroslav Klose, der gegen Argentinien sein 100. Länderspiel bestritt.

FRAUN ZEITUNG BILD GROUP

FRAUN ZEITUNG BILD GROUP
IDUL FITRI 2009

FRAUN ZEITUNG BILD GROUP

FRAUN ZEITUNG BILD GROUP
NATAL & TAHUN BARU 2011

MERRY CHRISTMAS 2009

MERRY CHRISTMAS  2009

HAPPY NEW YEAR 2010

HAPPY NEW YEAR 2010

OF WIDERSIN HER GUSDUR

OF WIDERSIN HER GUSDUR

NARKOBA

NARKOBA
JANGAN COBA-COBA MENIKMATI NARKOBA BILA TIDAK MAU JADI MAYAT/MENINGGAL PESAN DARI BADAN NARKOBA NASIONAL INDONESIA & JERMAN