Minggu, 02 Januari 2011

Die Welt heißt 2011 willkommen


Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Spektakel: Das Feuerwerk am Brandenburger Tor

Feuerwerk, viel Sekt und gute Laune: Milliarden Menschen auf dem Globus haben das neue Jahr begrüßt. Die größte Silvesterparty Deutschlands fand wieder in Berlin statt.

BILD BERLIN- Date Samstag 1 January 2011 In der deutschen Hauptstadt kamen nach Angaben der Veranstalter rund eine Million Menschen am Brandenburger Tor zusammen, um sich pünktlich um Mitternacht in die Arme zu fallen. Unter dem Motto "Architektur am Himmel" erhellte ein Feuerwerk des Künstlers Gert Hof fast 15 Minuten lang den historischen Schauplatz in Berlin-Mitte. Auch andernorts in Deutschland stiegen unzählige Raketen in den Himmel. Zwar waren Feuerwehren und die Polizei in zahlreichen Regionen im Dauereinsatz, größe Zwischenfälle wurden aber nicht gemeldet.

Bildunterschrift: Bester Stimmung: Besucher der größten Silvesterparty Deutschlands

Auch in anderen europäischen Metropolen strömten Menschenmassen zu öffentlichen Feiern. In London hielt auch der Nebel die Besucher nicht davon ab, für das Feuerwerk an der Themse Schlange zu stehen. In Paris drängelten sich die Menschen vor allem auf der Prachtmeile Champs-Elysées. Auf ein buntes Spektakel am Himmel musste in der Stadt an der Seine allerdings verzichtet werden. Feuerwerkskörper waren verboten, um Brände und Verletzte zu vermeiden. Im krisengeplagten Griechenland blieben Riesenfeuerwerke in diesem Jahr ebenfalls aus: Angesichts der Finanznot wurde auch an den Feierlichkeiten gespart.

Feierlaune trotz Blizzard

Auf dem Times Square in New York beobachten Hunderttausende Menschen, wie traditionell eine Glitzerkugel über ihren Köpfen herabgelassen wurde. Der Winterdienst der US-Metropole hatte in den Tagen zuvor hart daran gearbeitet, den Platz mit den vielen bunten Leuchtreklamen im Herzen Manhattans vom Schnee zu befreien. Vor knapp einer Woche hatte ein Blizzard über New York mehr als 80 Zentimeter Neuschnee abgeladen.

Angenehmere Temperaturen herrschten in Rio de Janeiro, wo die Partygänger den Strand von Copacabana bevölkerten. Sie bekamen dort nicht nur ein Feuerwerk, sondern auch erstmals das Logo für die 2016 in Rio geplanten Olympischen Spiele zu sehen.

Kiribati macht den Anfang

Begonnen hatte das neue Jahr 2011 bereits am Freitag um genau 11 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) - und zwar im Pazifikstaat Kiribati. Drei Stunden später wurde dann in der australischen Hafenstadt Sydney der Jahreswechsel mit einem Riesenfeuerwerk zelebriert - angeblich dem teuersten und größten der Welt.

Bildunterschrift: Das Feuerwerk in Sydney soll fünf Millionen Dollar gekostet haben

Gefeiert wurde auch auf der Internationalen Raumstation ISS: In der Silvesternacht überquerte die Internationale Raumstation gleich 16 Mal die Datumsgrenze. Nicht gefeiert wurde hingegen in China, da dort das neue Jahr nach dem chinesischen Mondkalender dieses Mal erst am 3. Februar begrüßt wird.(www.dw-world.de)

Blutiger Bombenanschlag auf Christen


Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Am Morgen danach: Der Anschlagsort in Alexandria

In Ägypten haben Terroristen ein Blutbad angerichtet: Beim Anschlag mit einer Autobombe auf eine christliche Kirche wurden in Alexandria mindestens 21 Menschen getötet.

BILD Ägypten - Date Samstag 1 January 2011 Die Terroristen schlugen in der Nacht zum Samstag (01 January 2011) zu, als die koptischen Christen eine Neujahrsmesse feierten. Der Sprengsatz war in einem Auto vor der Kirche versteckt. Die Terroristen hätten etwa 100 Kilogramm Sprengstoff benutzt, heißt es aus ägyptischen Sicherheitskreisen. Durch die heftige Explosion wurde auch eine nahegelegene Moschee beschädigt. Unter den mehr als 40 Verletzten befinden sich einige Muslime.

Tat von El Kaida?

Zu dem Attentat in der Hafenstadt Alexandria bekannte sich bisher niemand. Doch erst kürzlich hatte eine Gruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida den Christen im ganzen Nahen Osten mit Anschlägen gedroht. Die Islamisten werfen der koptischen Kirche in Ägypten vor, zwei Frauen als "Geiseln" zu halten, die angeblich zum Islam übertreten wollen, um ihre Ehen scheiden lassen zu können. Die Suche nach den Attentätern laufe auf Hochtouren, versicherte der Gouverneur von Alexandria, Adel Labib.

Bildunterschrift: Direkt nach dem Anschlag kam es am Tatort in Viertel Sidi Beschr zu Protesten wütender Christen

Ägyptens Staatspräsident Hosni Mubarak rief Christen und Muslime eindringlich auf, gegen die "Kräfte des Terrorismus" Geschlossenheit zu demonstrieren. Alle Ägypter sollten sich gegen jene wenden, die die Sicherheit des Landes, seine Stabilität und die Einheit der Bürger bedrohten, erklärte Mubarak.

Minderheit wird diskriminiert

Die Kopten sind die größte christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten. Im überwiegend muslimischen Ägypten gehören der Gemeinschaft etwa zehn Prozent der rund 80 Millionen Einwohner an. Im Alltag sehen sich die Kopten häufig Diskriminierungen und Benachteiligungen ausgesetzt. Schon in den vergangenen Jahren gab es immer wieder tödliche Auseinandersetzungen zwischen Kopten und Muslimen. .(www.dw-world.de)

Kritik an der Bahn wächst


Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Viele Züge bleiben wegen des Schnees und der Kälte einfach liegen

Wegen des anhaltenden Winters reißen die Probleme bei der Deutschen Bahn nicht ab. Verspätungen, liegengebliebene Züge und verärgerte Passagiere gehören weiter zur Tagesordnung. Nun ist sogar der Bund eingeschritten.

BILD DEUTSCHE-Date 29 Dezember 2010 Bislang wurden die Probleme von der Deutschen Bahn heruntergespielt. Das Unternehmen mache alles, um die Fahrgäste trotz des strengen Winters an ihre Reiseziele zu bringen, hieß es. Doch wegen der anhaltenden Verspätungen, Ausfälle und empörter Fahrgäste dringt jetzt sogar der Bund als Eigentümer auf mehr Investitionen bei der Bahn. "Wir müssen feststellen, dass das technische Material bei der Bahn ganz offensichtlich nun den zweiten Winter sich als nicht ausreichend erwiesen hat", sagte Staatssekretär Klaus-Dieter Scheurle vom Bundesverkehrsministerium. Im Aufsichtsrat müsse besprochen werden, "wie wir die Investitionen erhöhen, damit wir mehr Material, mehr Reserve zur Verfügung haben, um diese Ausfälle zu vermeiden". Mit Bahnchef Rüdiger Grube sei er darüber in einem Gespräch einig gewesen, sagte Scheurle.

Bahn muss sich besser auf Winter vorbereiten

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Reisende müssen sich auch weiterhin auf Verspätungen einstellen

Weitere Verkehrspolitiker fordern von der Deutschen Bahn, sich auf den kommenden Winter besser vorzubereiten. Die Bahn müsse alle verfügbaren Züge in Europa leasen oder kaufen, um für 2011 besser gewappnet zu sein und eine größere Fahrzeugreserve zu haben, sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Winfried Hermann, der Mittwochausgabe (29.12.2011) des Berliner "Tagesspiegel". Solange es Probleme im Inland gebe, müsse man auch auf die Expansion im Ausland verzichten, etwa auf die ICE-Strecke nach London ab 2013, sagte der Grünen-Politiker. Der SPD-Verkehrsexperte Uwe Beckmeyer forderte die Bundesregierung auf, die Bahn durch die geplante Dividende von 500 Millionen Euro nicht zu schwächen. Das Unternehmen brauche jeden Cent, um in besseres Material zu investieren.

Mangel bereits im Oktober bekannt

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Fahrgäste sind wegen der Unannehmlichkeiten empört

Der Bahn war nach "Tagesspiegel"-Informationen bereits Ende Oktober klar, dass der Winter schwierig werden würde. In einem Bericht mit dem Titel "Prävention Winter 2010/2011" schreiben die Manager den Abgeordneten im Verkehrsausschuss auf, wo die Schwachstellen des Konzerns liegen. Man habe nicht genügend Züge zur Verfügung für "außergewöhnliche Ereignisse", heißt es darin. Neun Prozent der ICE-Flotte seien wegen häufiger Werkstattaufenthalte und langfristiger Reparaturen nicht verfügbar.

Für die kommenden Tage sind weitere Schneefälle angekündigt. Es bleibt kalt, mitunter wird mit Glatteis gerechnet. Wer vom Auto auf die Bahn umsteigen möchte, kommt dann möglicherweise auch nicht unbedingt ans Ziel. .(www.dw-world.de)

Keine Begeisterung für den Euro in Estland


Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Estnische Euro-Münzen zeigen den baltischen Staat auf der Rückseite

Der kleine baltische Staat Estland wird am 1. Januar 2011 Mitglied der Eurozone. In den letzten 100 Jahren hatten die Esten acht verschiedene Währungen. Der Euro soll länger bleiben.

BILD Estland-Date 28 Dezember 2010 "Mein Opa", so erzählt Anti Poolamets, "hat acht Währungen erlebt. Drei Währungen während der Revolutionszeit, die Krone in den Zwanziger Jahren, Besatzungsgeld während der Nazizeit, verschiedene Rubel in der Sowjetunion, dann wieder die estnische Krone seit 1992 - und jetzt also der Euro!" Anti Poolamets, Jurist und Historiker aus Tallinn, kämpft gegen die europäische Gemeinschaftswährung Euro. Er will die Krone behalten, die er als Symbol der Unabhängigkeit seines jungen Staates ansieht.

1991 wurde die ehemalige Sowjetrepublik Estland als unabhängiger Staat anerkannt. "Wer die Währung herausgibt, hat die Macht", meint Poolamets, der im Internet eine Kampagne gegen den Euro organisiert hat. Nach seinen Angaben zeigen Meinungsumfragen, dass die Esten den Euro ebenfalls ablehnen. Die estnische Regierung solle erst einmal abwarten, ob sich der Euro aus seiner Krise befreien kann.

Krone war nie unabhängig

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Anti Poolamets hält den Euro für die Titanic der Währungen

Anti Poolamets ist im Finanzministerium durchaus bekannt. Die Pressesprecherin des Ministers verdreht beim Erwähnen seines Namens die Augen. Und Minister Jürgen Ligi wird nicht müde, die Argumente der Euro-Gegner zu zerpflücken. "Die estnische Krone war nie eine unabhängige Währung", so Finanzminister Jürgen Ligi. "Sie war von Anfang an an die Deutsche Mark und dann an den Euro gekoppelt. Wir haben den Wechselkurs in 18 Jahren nie verändert. Die Deutschen und die Eurozone haben unsere Währungspolitik gemacht und wir sind gut damit gefahren."

Den Euro jetzt als Bargeld einzuführen sei eigentlich nur ein kleiner Schritt und zeige möglichen Investoren, dass Estland seine finanzpolitischen Hausaufgaben gemacht hat. Die Staatsverschuldung ist die niedrigste in der gesamten EU. Nach einem bitteren Einbruch in der Wirtschaftkrise 2008 und 2009 wächst die Wirtschaft des baltischen Tigers Estland nun wieder. Die öffentlichen Haushalte wurden konsolidiert. Die Inflation, die 2007 noch die Einführung des Euros verhindert, liegt unter den geforderten zwei Prozent pro Jahr.

Das Finanzministerium hat Jürgen Ligi mit einem riesigen Euro-Plakat verkleiden lassen. "Der Euro wird für viele Jahre die Währung in Estland sein. Wir sind auch bereit, uns am Rettungsschirm für schwächelnde Euro-Staaten angemessen zu beteiligen", sagt der Finanzminister im DW-Interview. Vom 1. Januar 2011 an wird er formal gleichberechtigt mit den Finanzministern der übrigen 16 Euro-Länder am Tisch sitzen und seine 1,3 Millionen Landsleute in Brüssel vertreten.

Die kranke Braut

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Werbung für den Euro am Finanzministerium

Die Esten fremdeln noch ein wenig mit dem neuen Geld. "Diese ganzen Münzen sind sehr unbequem", stöhnt der Taxifahrer vor dem Finanzministerium. Bislang gab es die estnische Krone bei einem Kurs von 15 Kronen zu einem Euro hauptsächlich in Scheinen. Der Euro und die Cents kommen in dicken Münzen daher. "Ich werde ein neue Geldbörse und eine andere Kasse brauchen", so der Taxifahrer. Die Studentin Evelyn Tamm ist auch nicht so richtig begeistert. Zwar brauche sie auf Reisen nach Europa jetzt nicht mehr umzutauschen, aber diese ständige Umrechnerei im Kopf, wenn sie in den Laden in Tallinn geht, fällt ihr schwer. "Meine Mutter, die schon den Übergang vom russischen Rubel zur Krone mitgemacht hat, hat mir erzählt, dass man nach einigen Monaten aufhört umzurechnen. Mal sehen", sagt Evelyn Tamm.

Die Münzen sind für Maris Hellrand, eine Kommunikationsmanagerin in Tallinn, nicht das große Problem. Schließlich zahle man in Estland fast alles mit der Kreditkarte, auch kleine Beträge. Angesichts der Eurokrise müsse man schon fragen, ob es richtig sei, gerade jetzt "die kranke Braut" zu heiraten, sagt Maris Hellrand. Sie glaubt vielmehr, dass durch den Euro die Lebenshaltungskosten bereits im vergangenen Herbst drastisch gestiegen sind. Der estnische Finanzminister Jürgen Ligi schiebt die Preissteigerungen dagegen auf teure Lebensmittel und Energiepreise auf den Weltmärkten. Mit dem Euro habe das nichts zu tun.

Euro kein Teuro?


Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Finanzminister Ligi ist Euro-Fan von Amts wegen

Diese Auffassung teilt Michael Stenner von deutsch-estnischen Handelskammer in Tallinn. Die Regierung habe sehr darauf geachtet, die Preisbildung transparent zu machen. Er glaube nicht, dass es zu Preisaufschlägen bei Restaurants oder Hotels kommen werde, wie bei der Euro-Einführung in Deutschland 2002. Michael Stenner muss es wissen: Er führt selber ein Luxushotel in der Altstadt von Tallin.

Der Handel zwischen Estland und der Euro-Zone werde im Volumen nicht explodieren, so Michael Stenner. Dadurch, dass der Umtausch und komplizierte Banküberweisungen wegfielen, werde der Handel aber insgesamt einfacher. Vor allem zeige Estland möglichen Investoren, dass es weiter sei als die beiden anderen baltischen Staaten Litauen und Lettland, die mehr unter der Wirtschafts- und Finanzkrise leiden. "Nächstes Jahr haben wir ja auch einen Doppeleffekt: Die Euroeinführung und Tallinn als Kulturhauptstadt Europas. Das könnte mehr Besucher und Gäste nach Tallinn bringen." .(www.dw-world.de)

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